Blutwerte, Clomifen und Sex nach Plan

Ihr Lieben,

es tut mir leid, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe. In der Arbeit war Stress pur angesagt und in den Osterferien haben wir uns auch mal eine kleine ägyptische Auszeit gegönnt. Was ist in der Zwischenzeit alles passiert?

Zyklusmonitoring und Auswertung der Blutwerte

In meinem letzten Beitrag berichtete ich Euch davon, dass wir unseren ersten Termin in der Kinderwunschklinik hatten. Wir mussten auch mit unserer Antibiotikumkur anfangen, damit die Spermien meines Mannes hoffentlich wieder etwas schneller werden. Die haben wir hinter uns. Der nächste Termin zum Spermiogramm ist im Mai.

Ich musste direkt ein paar Tage später zum Ende meines altes Zykles und kurz drauf zu Beginn des neuen Zykluses zum Blut abnehmen in die Klinik. An Tag 11 wurde außerdem ein Ultraschall gemacht, als auch die Blutwerte mit mir besprochen.

Was ergaben meine Blutwerte?

Ich entschied mich dazu, auch das Anti-Müller-Hormon testen zu lassen. Das Anti-Müller-Hormon (AMH) gibt Aufschluss darüber, wie viele Eizellen eine geschlechtsreife Frau produziert. Da die AMH-Konzentration mit der Anzahl reifungsfähiger Follikel im Eierstock (Ovar) korreliert, können Reproduktionsmediziner über das Hormon auf die sogenannte ovarielle Funktionsreserve rückschließen. Ist im Blut wenig Anti-Müller-Hormon vorhanden, ist die Menge heranwachsender stimulierbarer Eibläschen reduziert.

Mein Wert liegt bei 2,47 ng/ml. Gott sei Dank. Denn es bedeutet, er liegt im Normbereich also „Normale Fertilität“.

Daneben wurde auch wieder mein Schilddrüsenwert gemessen. Dieser ergab einen Wert von 1,47. Laut meines Arztes ist dieser auch sehr gut. Obwohl ich von einigen gehört habe, dass wohl der Wert besser sei, wenn dieser nahe 1 oder unter 1 ist?! Er meinte allerdings, dass der Wert völlig in Ordnung ist.

Leider ergaben aber auch meine weiteren Blutwerte, dass ich einen erhöhten Testosteronwert habe, als auch dass die Hormone LH und FSH nicht der Norm entsprechen. Und wie soll es anders sein, ist auch mein Gelbkörperhormon unterirdisch. Der sollte wohl weit über 10 sein, bei mir lag er bei 4,96.

Vermutet haben wir das schon. Warum? Weil mein Zyklus immer so kurz ist. Und ich mal entweder eine Eisprung habe oder auch nicht. Das bedeutet so viel wie, dass das Hormon mal auf der einen Seite ausreicht, um Follikel springen zu lassen, aber dann in der zweiten Phase nicht mehr ausreicht, um es auch „zu behalten“ oder aber das Hormon reicht nicht aus um überhaupt Eier springen zu lassen.

Ultraschall an Zyklustag 11

Nicht nur meine Blutwerte wurden mir bei meinem Termin erläutert, auch machte mein Arzt direkt einen Ultraschall meiner Eierstöcke. An Tag 11 müsste eigentlich mindestens 1 Ei groß genug und bereit zum springen , als auch die Gebärmutterschleimhaut entsprechend aufgebaut sein.

Wie soll es anders sein und eigentlich habe ich auch nichts anderes erwartet: Es war natürlich nicht so! Mein Arzt stellte eher PCOS fest.

PCOS – Was ist das?

Das PCO-Syndrom (kurz: PCOS) ist eine „Krankheit“, die vor allem junge Frauen im gebärfähigen Alter betrifft. Naja, jung bin ich mit meinen knapp 35 Jahren nicht mehr. Aber es handelt sich um eine Störung im hormonellen Regelkreis und das triff auf mich zu. Besonders die männlichen Hormone werden überproduziert. Das sieht man auch an meinem Testosteronwert. An den Eierstöcken der betroffenen Frauen finden sich viele kleine, mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume, sogenannte Zysten.

So wie auch bei mir. Denn mein Arzt sah viele viel zu kleine Eibläschen. Aber keines groß genug zum Springen. Auch die Gebärmutterschleimhaut war nicht so aufgebaut, wie sie sein sollte. Ich hatte es ja auch schon im Gefühl, dass der Zyklus nichts wird, denn auch mein Clearblue Monitor hat nichts angezeigt und an Tag 10 oder 11 müsste er zumindest einen LH-Anstieg erkennen.

Behandlungsplan – Clomifen

Nachdem nun feststand, was bei mir alles nicht so passt, war mein Arzt aber dennoch optimistisch. Er schlug vor, im nächsten Zyklus mit Clomifen zu beginnen. Clomifen ist wohl eine Art Anti-Hormon. Das meinem Körper signalisiert, dass es mehr der geringeren aber notwendigeren Hormone zu produzieren. Sodass im Umkehrschluss Eibläschen groß genug werden und sich auch die Gebärmutterschleimhaut aufbaut.

Im neuen Zyklus, der kurz vor unserem Urlaub begann, sollte ich mit der Einnahme der Tabletten beginnen. Um genauer zu sein, an Tag 5 und dann 5 Tage lang.

In Ägypten am Strand rief ich dann nach der Einnahme der ersten Tablette in der KiWu-Klinik an, denn an Tag 11 sollte ich wieder zum Ultraschall.

Hallo ihr Zwei!

Zurück in Deutschland, schön gebräunt und vor allem entspannt, hatte ich meinen Ultraschalltermin. Ein bisschen aufgeregt war ich ja schon, ob die Tabletten auch etwas gebracht haben und was zum Absprung bereit ist. Gespürt habe ich während der Einnahme überhaupt nichts

Yeah! Mein Arzt erkannte im rechten als auch im linken Eierstock zwei schöne große Eibläschen (20mm Durchmesser) zum Springen. Er fragte mich noch kurz, ob es ein Problem wäre, falls im Falle eines Falles beide befruchtet werden sollten. Hach NIEMALS! Her damit. Ich wollte schon immer Zwillinge haben. Aber Hallo, wie wahrscheinlich ist das bitte? Klar, geht gegen 0! 🙂 Also mal schön auf dem Boden der Tatsachen bleiben.

Meine Gebärmutterschleimhaut war auch super aufgebaut, so wie sie sein sollte. Danke, liebes Clomifen. Ich war ja skeptisch, aber scheinbar hat es etwas gebracht. Zumindest war für mich total wichtig, dass sich ENDLICH mal etwas tut.

Ovitrelle und Sex nach Plan

Dr. N. verabreichte mir dann die Ovitrelle-Spritze. Diese löst den Eisprung aus. Das hieß für mich und meinen Mann natürlich Sex nach Plan. Nicht, dass wir das durch die Eisprungkontrolle  schon kennen, aber jetzt war die klare Ansage vom Arzt, direkt heute noch am Tag der Verabreichung der Spritze und am nächsten Tag.

Ich muss sagen, ich habe meinen Eisprung gemerkt. Und wenn ich ehrlich bin, dann glaube ich, links als auch rechts was gespürt zu haben. Kann natürlich auch alles Einbildung sein.

Mittlerweile ist es heute Sonntag der 15.04. Den Sex nach Plan hatten wir Montag und Dienstag (9. und 10.04.). Im Radio hörte ich am Dienstag, dass, wenn jetzt Babys entstehen, die einen berechneten Geburtstermin am 01.01. haben. Nachgeprüft habe ich es nicht, aber witzig finde ich es.

Am Montag, also morgen, muss ich wieder in die KiWu-Klinik, denn es muss wieder Blut abgenommen werden. Voraussichtlich werde ich noch zusätzlich das Gelbkörperhormon nehmen müssen. Denn schon meine Blutwerte zeigten, dass ich davon viel zu wenig habe. Aber mein Arzt will vorher lieber kontrollieren, ob ich es tatsächlich brauche.

Ich sage Euch ehrlich, ich bin ein ganz klein wenig unruhig. DENN: Normalerweise dauert mein Zyklus nur zwischen 19 und 21 Tagen. Selten länger. Morgen bin ich dann schon bei Zyklustag 18. Hätte ich dann nicht das Gelbkörperhormon früher benötigt? Ich warte einfach mal morgen ab, was sie sagen.

Meine Lieben jetzt seid Ihr alle wieder auf dem aktuellen Stand und ich gelobe Besserung, dass ich Euch öfter wieder update. 🙂

Habt noch einen schönen Sonntag!

Eure Kat.

 

 

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